Referenzen/Preise

Erhalt der Nachwuchsförderung vom Goethe-Institut München für die Wiederaufnahme der Produktion Hot Particle in Tokyo, Japan.

Erhalt des Förderpreises beim Theaterfestival WortSchau2 2017 mit A a.m. als beste Produktion

Preise vom “The Malta International Theatre Festival” für 怪談皿屋敷 – Die Geistergeschichte von Okiku

  • Best Production Overall
  • Best Supporting Actor
  • Best Original Script (Runner-Up)

Pressestimme zu Hot Particle

“Sato inszeniert das Drama „Hot Particle“ der japanischen Autorin Misaki Setoyama, das bereits im September 2011 in Tokio uraufgeführt wurde. Während viele Theatermacher nach der Fukushima-Katastrophe in fiktives Unterhaltungstheater flüchteten (…) bezog Setoyama ein halbes Jahr nach der Atomexplosion Stellung. Und zwar mehr subjektiv, persönlich, individuell als mit politischem oder sozialkritischem Aplomb. Der stelle sich ohnehin ein. EnGawa bringt das Stück nun in deutscher Erstaufführung als intermediales Monodrama. ” (Süddeutsche Zeitung, 17.März 2017)

Debütförderung für freie Theatergruppen der Landeshauptstadt München 2015

Jurybegründung für Otone Sato: Bruder Sense und Frau U

“Die in München ansässige junge Japanerin Otone Sato machte bereits 2012 mit ihrer Produktion „Shinsai – Shattering Gods“ anlässlich des ersten Jahrestages der Fukushima-Katastrophe im März 2012 im i-camp auf sich aufmerksam. Mit ihrer Theatergruppe EnGawa ist nun zum 4. Jahrestag des AKW-Unfalls die deutsche Uraufführung des von Otone Sato selbst ins Deutsche übersetzten Stückes „Bruder Sense und Frau U“ des aus Fukushima stammenden Autors Pelikan Ônobu geplant.
Dabei handelt es sich um weit mehr als eine Inszenierung eines literarischen Theatertextes. Vielmehr wird Otone Sato die das Stück prägenden Themen des unmittelbaren Verlusts geliebter Menschen und der eigenen Heimat visuell und sprachlich konterkarieren mit der universalen medialen Vermittlung der Reaktor-Katastrophe in der offiziellen Berichterstattung wie auch in den social media. Gleichzeitig wird die Erfahrung kultureller Alterität spielerisch umgesetzt, indem die Produktion zweisprachig auf Japanisch und Deutsch präsentiert wird, wobei jedoch jeweils das inhaltliche Verständnis für das Publikum gewährleistet bleibt. Das Projekt lässt eine interessante multimediale und interkulturelle künstlerische Auseinandersetzung mit dem Fatum kommerzieller Atomkraftnutzung erwarten.” (Jurybegründung, Februar 2015)

 Pressestimme zu キル兄にゃとU子さん - Bruder Sense und Frau U

“Das Stück wirft einen Blick auf die moderne Gesellschaft in der nationale und regionale Grenzen aufgehoben und damit auch universelle Gegebenheiten sichtbar gemacht werden. Drei gleiche helle Schränke standen auf der Bühne. Drei, in gleiche helle Overalls gekleidete junge Frauen mit gleichen Frisuren stiegen aus den Schränken. Masako Ogura, Irmela Jane Purvis und Birgit Werner verkörperten die Suchenden. Auf dem, den Mittelpunkt bildenden Tisch bauten sie eine Spielzeugstadt mit Plüschtier, Eisenbahn und Häusern. Dazwischen lasen sie eifrig Sätze aus den Zeitungsschnipseln oder Geschichten vom Smartphone und – dabei immer auf der Suche nach Frau U (You). Sie konnten durchaus auch für virtuelle Figuren des weltweiten Netzes stehen, wie die gleichbleibende Emotionslage – abgesehen von einer Ausnahme – in den Gesichtern der Geschäftigen ausdrückte. Oder war dieser Aspekt der japanischen Konvention geschuldet? Unterbrochen war diese Betriebsamkeit durch Videoprojektionen, die die Verteilung der Nachrichten vor Augen führten und die Botschaft in den Zeitkapseln wiedergaben – ein ebenso emotionsloser Vortag von Christoph Dähne. Die Gestaltung der Lichteffekte und die Videoprojektion erfolgten auf hohem technischen und handwerklichen Niveau – Joachim Hofer. So brachte die Performance – präzise unterhaltsam unmissverständlich – das Gesellschaftsbild eines scheinbaren Individualismus auf die Spielfläche.” (Theaterkritiken, 16.März 2015)

 Pressestimme zu 遊間 Yûgen – the lucent playground

“Was es heißt, wenn die Grenzen zwischen dem digitalen und realem Raum verschwinden, untersucht das japanische Theaterkollektiv EnGawa.” (Süddeutsche Zeitung, 21.August 2014)

Pressestimme zu 移動 idô – The flow

“Mich hat es an ‘Warten auf Godot’ von Samuel Beckett erinnert. Sowohl das absurde Verloren-sein als auch der Umgang damit, dass man eigentlich total viel zu ertragen hat, aber trotzdem harmlose kleine Witze macht und das Leben immer noch wert schätzt. Was ich von der Kulisse her einen wahnsinnig guten Einfall fand, war der Planwagen, mit dem sie durch die Wüste ziehen. Im Stück ist immer wieder die Rede von den Unordnungen in den Schubladen, wenn sie etwas suchen. Die Regisseurin hat es so umgesetzt, dass auf diesen Wagen ein Desktophintergrund von einem Tablet projiziert wird, wo sie dann immer drauf klicken müssen, wenn sie etwas suchen. Das ist eher Desktop-Müll-Chaos als wirklicher Schubladenkram. Das fand ich ganz nice. [Das Stück ist] zum Schmunzeln und Denken, finde ich, weil es Alltagspoesie ist. Dadurch, dass es keine komplexen Sachen sind, die das Hirn verarbeiten muss, hat man sehr viel Zeit das Ganze gleichzeitig zu reflektieren, obwohl es nicht langweilig wird. Das fand ich sehr, sehr gut.” (Radio M 94.5, 15. März 2014)

  Pressestimme zu 回転スーシー – Running SU-C

“Es ist die Dringlichkeit, mit der die Truppe ihre Geschichte erzählt. Regisseurin Otone Sato und ihren Darstellern ist es ernst mit dem Thema der Beherrschbarkeit unserer vermeintlich technischen Errungenschaften. Mitsuka Huth, Yuko Thoma und Masako Ogura spielen die Roboter überzeugend, tragen rote, grüne und blaue Perücken, schauen starr und bewegen sich eckig. Dazu piepst es unentwegt aus dem Off, als wäre man in einer Spielhalle. Richtig laut wird es, wenn die Roboter auf Töten umstellen. Dann darf auch endlich Masahiro Nagano sein Können zeigen und sich schwer verwundet in den Tod tanzen.” (Süddeutsche Zeitung, 11. März 2013)

Pressestimme zu 神砕 Shinsai – Shattering Gods

“Ein sensibles Thema erfordert eine sensible Inszenierung und Otone Sato versteht es, die richtigen Töne zu treffen und die Brücke vom großen und lauten ersten Teil des Stückes zum kleinen privaten Rahmen und den leiseren Tönen im zweiten Teil ist sehr gut gelungen. Beide Darsteller schaffen es, ihre Energie in der Interaktion miteinander immer dem Rhythmus der Inszenierung anzupassen und dabei trotzdem in der Intensität ihres Spiels nicht nachzulassen.” (Theater to go)