怪談皿屋敷 – Die Geistergeschichte von Okiku

„Die Geistergeschichte von Okiku“, im Japanischen als 皿屋敷Sarayashiki“ bezeichnet, kann man wörtlich als „Haus der Teller“ übersetzen und gehört zu eine der bekanntesten und ältesten Geistergeschichten in Japan, die selbst als Kabuki- (traditionelle japanische Theaterform) und Rakugo- (traditionelle, humoristische Form der Ein-Personen-Narration) Stücke, heute noch zur Aufführung gebracht werden.
Sie erzählt von der Bediensteten Okiku im Hause Yoshida. Der Diener des Hauses Tarô ist in sie verliebt und macht ihr immer wieder den Hof, doch sie lehnt ihn ab. In seiner Wut zerschlägt Tarô einen Teller eines Zehner-Sets, das als kostbares Familienerbstück in diesem Haus gepflegt wurde. Der Herr des Hauses straft Okiku schließlich mit dem Tod und wirft ihre Leiche in den Brunnen. Seitdem ist aus dem Brunnen die Stimme einer traurigen Frau zu hören, die immer die Anzahl der Teller wiederholt…

In Japan ist das Erzählen von Geistergeschichten (怪談kaidan“) ein Brauch, um in der sommerlichen Jahreszeit der Hitze des Tages zu entfliehen, indem die Vorstellung von Geistern dem Zuhörer einen Schauer über den Rücken laufen und das Blut in den Adern gefrieren lässt.

Mit Stefan Cassani, Masako Ogura, Otone Sato, Jaume Villalba, Georg Schulze