遊間 Yûgen – the lucent playground

Am 22. und 23. August 2014 am Ufer der Isar

Im Rahmen des Tanz- und Performancefestivals Isarsprudel

Unter dem diesjährigen Thema “Räume_Grenzen” setzt sich 遊間 Yûgen – the lucent playground mit der Generation Mensch auseinander, die in eine Welt lebt, in der die Grenze zwischen dem digitalen und dem realen Raum zu verwischen scheint. Sie stellt ein sogenanntes „Dating-Simulation-Game“ dar, in dem eine Spielerin sich selbst und ihre Spielfigur erfindet: Sie als Prinzessin auf der Suche nach ihrem Traumprinzen. Beides  makellose Charaktere mit einer irrealen Geschichte, aber in einer realen Welt…?

Dieses Spiel zwischen den beiden Räumen und den Zwischenräumen vollzieht sich im geographisch abgegrenzten Ort an der Isar, wo die Landschaft schön grün ist, der Fluss friedlich fließt, die Besucher permanent damit beschäftigt sind, in ihren Smartphones etwas zu tippen, zu googlen oder zu spielen.

遊間Yûgen“ in wörtlicher Übersetzung als „Spielort“ zu verstehen, ist ein konstruiertes Wort, um den wichtigsten Begriff aus der Ästhetik des japanischen Nô-Theaters aus der heutigen Sicht zu betrachten. 幽玄Yûgen“ im Nô-Theater ist die „sanfte, tiefe Schönheit“, die in jeglicher Situation beim Spiel bewahrt werden muss. Denn dieser „zweite Raum“ ist der Ort, den sich die heutigen Menschen als „Spielplatz“ für ihre Ideale und Schönheit erschaffen haben, um darin aufzugehen.

Ausgestattet mit Laptop und Internet, isoliert von allen anderen Isarbesuchern, erfindet eine Spielerin in einem „Dating-Simulation-Game“ sich selbst und ihren Traumprinzen. Als Hime (jap. Prinzessin) twittert sie mit ihrem Ouji (jap. Prinz), mit dem sie romantische Abenteuer in der digitalen Märchenwelt erlebt. Handlung und Gespräch des “Dating-Simulation-Games” können bei Twitter unter den Hashtags #yugen22 (für den ersten Tag; Fr, 22.08.) und #yugen23 (für den zweiten Tag, Sa, 23.08.) nachgelesen werden. Weitere Bilder der Performance gibt es in der Galerie.

Prolog, 1.Tag und 2.Tag